Von den kleinen Dingen
Sonntag, 9. Juni 2019

Die Seele baumeln lassen

Ein kleiner Auszug aus meinem chaotischen Hirn, während ich hier im Grünen auf der Burgmauer sitze und in die Ferne schaue:

Die Gedanken schweifen... ich versuche die anderen Menschen zu ignorieren, die hier auf der Burg herumlaufen. Warum klammere ich eigentlich ausgerechnet so an den Dingen die mich ausmachen. Warum verstecke ich die Dinge vor der Welt die mir am Wichtigsten sind. Ja, richtig, es sind auch die Dinge wo ich am verletzlichsten bin, sobald sie auf Gegenwind stoßen. Gleichzeitig sind die Dinge die mir wichtig sind, aber doch auch die Grundpfeiler meiner Persönlichkeit.

Verschließe ausgerechnet die vor der Welt. Vielleicht wären das doch genau die Dinge die Andere berühren. Inspirieren. Die Hater sollten mich eigentlich nicht kümmern. EIGENTLICH. Aber wie bei so Vielem leichter gesagt als getan.

Wie sich die negativen Gedanken gerade regelrecht aufdrängen. Warum hier andere Menschen rumlaufen müssen. Warum in meine Richtung schauen. Hoffentlich guckt keiner. Oder spricht mich an.
Dagegen stehen Gedanken von wahrem Glück. Freiheit. Unabhängig von materiellen Dingen wie Geld und Besitz. Von Offenheit und Toleranz. Wie sehr ich die kostenlosen Dinge im Leben zu schätzen weiß.

Die Idee irgendwann alles zu verkaufen und in einem Van zu leben. Zumindest für einen Lebensabschnitt. Der Gedanke hängt schon lange im Hinterkopf. Mal sehen.

Die Gräser und Mohnblüten wiegen sich im Wind.

Positive Gedanken sind wie ein Muskel.
Gut trainierbar durch aktive Benutzung aber wehe man hält sie nicht auf Trab...

Wie ich gerade wieder der Hummel auf dem Mohn zugucke und mich nicht traue sie zu fotografieren. Habe mir doch vorgenommen einunddreißig zu werden und die letzten fucks hinter mir gelassen zu haben. Diese Schüchternheit, wie ich das Skizzenbuch zuklappe sobald ich Schritte höre... regt mich selbst gerade auf...


Burgruine Wolfsburg in Neustadt an der Weinstraße

Dass mir ironischerweise auf Instagram gerade ein Follower eine PN schreibt wo meine Bilder hin sind (habe kürzlich Account Großputz gemacht - zum Glück), er vermisst die von mir selbst - macht das aus mir rausgehen gerade nicht einfacher weil ein wenig gruselig. Bilder von mir selbst kriegt das Internet also so schnell nicht mehr zu sehen.

Kreative Arbeit und Gedanken mit ein wenig Mehrwert oder Selbstreflexion und wenn nur ein Bild von mir einem Einzelnen ein Lächeln ins Gesicht zaubert oder Gedanken ins Rollen bringt - ja, ich glaube, das sind gute Grundpfeiler, weder zuviel noch zu wenig von mir im Internet zu präsentieren

Das richtige Maß finden. Da sind wir wieder beim Trainieren wie einen Muskel. Konstant und in kleinen Schritten.

Und wie sagt man so schön. Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung.


............ zu mehr kam ich zeichnerisch nicht, weil Menschen.......