Von den kleinen Dingen
Mittwoch, 19. Dezember 2018

der erste Schnee

für den Fall, dass das so nicht mehr kommt...


Meine Mutter meinte noch, das wirke wie eine Zwergenstadt wo gleich Einer um die Ecke kommt. Ich finde, jetzt so im Nachhinein betrachtet, es sieht auch ein bisschen so aus als ob der Wald hungrig sein Maul aufreißt :-)



einfach wunderbar wie sie da so wacker zwischen all den großen Bäumen stand



an dieser Stelle möchte ich noch gern ein wunderbares Weihnachtsgedicht festhalten, das ich vor Kurzem kennengelernt habe.

Tannengeflüster

James Krüss

Wenn die ersten Fröste knistern
in dem Wald bei Bayrisch-Moos,
geht ein wispern und ein flüstern
in den Tannenbäumen los,
ein Gekicher und Gesumm,
ringsherum

Eine Tanne lernt Gedichte,
eine Lerche hört ihr zu.
Eine dicke alte Fichte
sagt verdrieslich: gebt doch Ruh!
Kerzenlich und Weihnachtszeit
sind noch weit!

Vierundzwanzig lange Tage
wird gekräuselt und gestutzt
und das Wäldchen ohne Frage
wunderhübsch herausgeputzt.
Wer noch fragt: Wieso? Warum? -
der ist dumm.

Was das Flüstern hier bedeutet
weiß man selbst im Spatzennest:
Jeder Tannenbaum bereitet
sich nun vor aufs Weihnachtsfest.
Denn ein Tannenbaum zu sein:
das ist fein!